Foto: Okapia

Köstliches - so nah

Sehen die Äpfel in dem Korb auf dem Bild nicht köstlich aus? Rot, frisch und saftig – da will man hineinbeißen.

Doch wir sehen nur den oberen Teil der Äpfel, die unten Liegenden können wir nicht erkennen. Aber wir können uns vorstellen, wie diese wohl aussehen und schmecken.

Zum Erntedankfest ist unsere Gemeinde – vor allem der Altarbereich – mit den verschiedensten Gaben des täglichen Bedarfs geschmückt. Da finden wir neben Brot und Wein, Kartoffeln und Rüben, Honig und Konfitüre und noch vieles mehr. Dabei ist uns bewusst, dass diese Gaben auch nur ein Teil des Ganzen sind. Sie dienen uns als Symbol für die Fülle der Lebensmittel, die uns im eigentlichen Sinne des Wortes am Leben erhalten.

Das Erntedankfest ist sinnlich. Wir können schmecken, fühlen, sehen und riechen, was Gott an reichen Gaben für uns bereithält. Das Erntedankfest erinnert uns aber auch daran, wem wir diese Fülle verdanken.

Weil Gott uns liebt, schenkt er uns im Übermaß von seiner Schöpfung und wird durch Jesus Christus Teil der Schöpfung. Gott gibt uns nicht nur Brot und Wein als Nahrung und Wohltat für unseren Körper, sondern er wird in Jesus Christus selbst zur Nahrung für unsere Seelen – für unseren Geist. Von dieser „guten“ Nahrung können wir zehren. Sie macht uns stark, wenn die Stürme des Lebens über uns hinwegfahren.

Mit dieser „göttlichen“ Nahrung können wir zu Menschen werden, welche die Liebe Gottes leben. Wir können als lebendige Einladungen für andere dienen, sich ebenfalls von Jesus Christus stärken zu lassen.

Wir können und dürfen „köstliche Früchte“ des lebendigen Gottes sein, die vom großen Ganzen erzählen, davon, welche Kraft uns nährt und wem wir dankbar sind.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern die sinnlichen Erfahrungen des Erntedankfestes. Mögen sie für Euch köstlich sein.

Ihr

Sven Tiesler, Pastor