Grafik von K.Köchling

Gott braucht das kleine Ja der Maria für sein großes Wunder.

Lukas 1,31-33

 

Zu Weihnachten feien wir, dass Gott seinen Sohn in diese Welt und in unsere Dunkelheit brachte. Wir erzählen von der Geburt im Stall, dem Chor der himmlischen Heerscharen, der für die Hirten das „Ehre sei Gott in der Höhe“ singt und von der Anbetung der Hirten nach dem Gesang.

Aber bis dahin braucht es noch eines der größten Wunder der Weltgeschichte. Der Evangelist Lukas berichtet im ersten Kapitel, dass ein Engel zu Maria kommt und sagt, dass sie „den Sohn des Höchsten“ zur Welt bringen wird.

Das ist das Wunder. Mehr Worte braucht das Wunder nicht, nur: „Du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.“

Immer wieder taucht die Frage auf: Warum brauchte es diese Wunder? Musste es sein? Ging das nicht anders? So beantwortet das große Wunder mit Maria, dem Engel und dem Kind des Höchsten keine Fragen, sondern wirft erst welche auf.

So ist das mit einem Wunder, das Gott tut oder geschehen lässt. Wir sollen es gar nicht auseinandernehmen und hinterfragen – es würde uns doch nichts helfen. Wir sollen staunend davor stehen. Gott wird ein Mensch, um als Mensch zu leben, zu lieben und zu sterben. Und dann bleibt er nicht tot, sondern lebt wieder beim Vater. Und das alles vermag Gott mit Hilfe der Maria, die sich vor dem Höchsten beugt, „Ja“ sagt und das Wunder zulässt. Es ist ein Wunder. Und dass Maria so vorbehaltlos „Ja“ sagt, ist auch ein Wunder. Verstehen können wir das nicht, sondern nur anbetend vor Gott stehen und alle Jahre wieder nur zu sagen „Gott sei Dank“.

 

Ich wünsche allen Geschwistern der Gemeinde ein staunendes Fest zur Heiligen Nacht

Sven Tiesler, Pastor