Foto zur Andacht: Bilderberg

Mit dem Herzen dabei

Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein. (1. Samuel 7,3)

 

Mich berührt, wie das Kind auf dem Bild in die Kamera lächelt. Freundlich, mir zugetan und mit den gefalteten Händen etwas demütig, spricht es mit dem Herzen eine Einladung aus. So wendet sich jemand mir mit ganzen Herzen zu.

So wünscht sich der Prophet Samuel meine Zuwendung zu Gott: „Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.“ Diese Worte, zunächst an das Volk Israel gesprochen, gelten auch mir, wenn sie mir im Monatsspruch März begegnen.

Wie das gelingen kann? Das ist gar nicht so schwer. Das Kind auf dem Bild macht es mir vor. Ich lade Gott wieder in mein Leben ein: freundlich, ihm vertrauend und demütig.

Ich erinnere mich an die Liebe und Zuwendung, die ich bereits in meinem Leben von ihm erfahren habe. Ich spüre dem tiefen, vielleicht verborgenen, manchmal aber doch fühlbaren, sichtbaren Willen Gottes nach.

Aus der Bibel erfahre ich, dass Gottes Wille die Erde und uns Menschen schuf. Sein Wille war es, dass Jesus uns die Liebe gab. Sein Wille ist, dass kein Mensch auf der Erde lebt, den Gott nicht liebt.

Sich Gott wieder mit dem Herzen zuwenden, gelingt mir vor allem im Gottesdienst. Dort, wo wir von ihm erzählen und singen, wo wir ihn anbeten und darum ringen, den Willen Gottes möglichst gut zu verstehen. Dort diene ich ihm freundlich und demütig und lasse mir seine Liebe gefallen.

Ich lasse mich im Gottesdienst auf die Begegnung mit Gott ein und finde Liebe in mir – Liebe zu den Geschöpfen und Liebe zum Schöpfer. Allmählich, immer mehr, verändert sich dann mein Leben. Immer verändert die Liebe, wenn sie ernst ist. Hier verändert sie, weil sie mich ruhiger macht, freundlicher, sogar fröhlicher. Ich lebe unter Gottes Himmel. Ich lebe in seinem Reich, in dem auch Jesus lebte und liebte. Ich muss mich nicht fürchten, weil Gott an meiner Seite bleibt, auch wenn es dunkel wird. So bin ich mit dem Herzen dabei und spüre Freude und Vertrauen in mir.

 Ihr / Euer

Sven Tiesler, Pastor